| Die Kirche |
|

|

Aussenansicht |
| Diese Kirche ist Maria Magdalena gewidmet.
Sie wurde 1059 eingeweiht. Am Eingang, auf der linken Seite, unter der Statue der
Jungfrau, hat der Abbé Saunière einen westgotischen Pfeiler hinstellen lassen, welcher
den alten Altar gestützt hatte. Das dargestellte Kreuz ist das "Kreuz des
Schweigens". Was erstaunt, ist, dass er es umgekehrt aufstellen liess. Er lässt
"mission 1891" eingravieren, Datum vom Ende der Restaurationsarbeiten. Die
Arbeiten werden 1897 enden und sollen aktuelle 3 500 000 F (ca 1 000 000 DM) gekostet
haben. Das Dach, das Gewölbe und der Dachstuhl gingen auf Saunière's Rechnung. Es gibt
ein Geheimzimmer in der Sakristei.Die Statuen, das Bas-Relief und das Giebelfeld wurden
von Mr Giscard aus Toulouse realisiert und die Kirchenfenster von Mr Feur aus Bordeaux. Es
gab ein Versteck aus dem 8. Jahrhundert, zwischen dem Glockenturm und der Diele. |
 
|
 |
Uber dem Portail zwei Sätze:
"Mein Haus wird Haus der Gebete genannt werden"
"Terribilis est locus iste" : Dieser Ort ist schrecklich"
Diese 2 Sätze sind unvollständig :
- Mein Haus wird Haus der Gebete genannt werden, ihr aber macht einen Ort für Gauner
draus (Matthäus, 21:13).
- Dieser Ort ist schrecklich, es ist das Haus Gottes, das Tor zum Himmel.(Genesis, 28:17).
Ausserdem sieht man noch das Wappen des Papstes Leo XIII, gewählt im Jahre 1878 und
gestorben am20 Juli1903. |


|
Am Eingang ein Teufel welcher den Weihwasserkessel trägt,
Asmodeus, der hinkende Teufel, Wächter des Tempel des Salomo. Auf ihm sind die Initialien
B.S. eingraviert, über welchen 4 Engel sich erheben. Die Engel ruhen auf einem Sockel,
welcher 2 Greife, Wächter des Schatzes, darstellen.Es könnte sich auch um 2 Salamander
handeln, Wappen der Grafen von Angoulême. Unter den Engeln der von Kaiser Konstatin im
Himmel gesehene Satz "par ce signe tu vaincras" (durch dieses Zeichen
wirst du siegen), mit dem Unterschied, dass hier steht "par ce signe tu le
vaincras" (durch dieses Zeichen wirst du ihn besiegen). Die 2 Buchstaben
haben viele Interpretationen heraufbeschworen: 
- Durch diese 2 Buchstaben wird die Gesamtzahl der Buchstaben
des Satzes 22. Diese Zahl entspricht den 22 Zähnen des Schädels des Friedhofeinganges,
entspricht auch den 22 Zinnen des Magdalena-Turmes.

Diese 2 Buchstaben sind an der 13. und 14. Stelle des
Satzes, nun entspricht 1314 dem Jahr der Exekution des letzten Templers Jacques de Molay
auf dem Scheiterhaufen.
Das L enspricht dem 12. Buchstaben des Alphabets, das E dem
5...12+5=17. Das Arkanum 17 im Tarot entspricht dem Stern, wie dem Stern der Wetterfahne
der Kirche...

|

Der Boden besteht aus einem, auf die 4 Himmelsrichtungen
ausgerichteten, Schachbrettmuster mit 64 Feldern.
 |
Alles Statuen schauen zu Boden.Zur Rechten die Jungfrau
mit einem Kind, zur Linken Josef auch mit einem Kind. Zwei Jesus-Kinder in einer
Kirche...Wir streifen die Theorie vom Zwillingsbruder des Christus....
Hinter der Statue vom Hl. Antonius von Padua soll sich das Grab von Sigisbert VI., Sohn
von Dagobert II., befinden. In diesem Grab soll Bérenger Saunière Gold-Ecus vom Hl.
Ludwig gefunden haben. Er hatte das Grab durch das Dechiffrieren der Grabplatte von der
Marquise d'Hautpoul entdeckt.
Dieses Grab wurde durch die "Steinplatte der Ritter" verschlossen. |
 |
 |
|
 |
| St Antoine |
|
Ste Germaine |
 |
|
 |
| Ste Madeleine |
|
St Antoine de
Padoue |
 |
|
 |
| St Roch |
|
St Jean Baptiste |
Der Beichstuhl
 |
Das Bild über dem Beichstuhl soll anscheinend die
Geschichte des Schäfers Pâris erzählen. Dieser junge Mann aus Rennes le Chateau soll,
während er ein in ein Loch gefallenes Schaf suchte, eine Grotte voll mit Gold und
Edelsteinen entdeckt haben. Da er den Ort nicht verraten wollte, sollen die Dorfbewohner
ihn gesteinigt haben. |
Die Grabplatte der Ritter.

|
Diese Platte ist recht mysteriös, da sie 2 Probleme
erscheinen lässt: (Erinnern wir uns, dass der Abbé Saunière sie 1893 während
seinen Arbeiten entdeckt hat.) 1)
Sie erscheint im Buch "Les pierres gravées du Languedoc" ("Steinzeichnungen
im Languedoc") von Eugène Stublein (1832 in Alet geboren,1899 in Sauzils
gestorben), welches 1884 erschien. Es ist die Grabplatte der Prinzen Sigisbert IV,
Sigisbert V und Bera III, datiert auf 771. Auf der Reproduktion erscheint sie besser
erhalten. Sie stellt die Ankunft des von seinem Onkel Levis Bellissen am 17
janvier 681 geretteten Sigisbert IV dar. Eugène Stublein erwähnte in seinem Buch
auch die Originalinschrift des Grabesplatte der Marquise d'Hautpoul.
2) Wenn man sich die Bibliographie von Eugène
Stublein anschaut, stellt man fest, dass er ein solches Buch nie veröffentlicht
hat. |
 |
Im Kirchenfenster über dem Altar kann man eine rothaarige
Maria Magdalena sehen, laut der Bibel soll sie blond gewesen sein. Pontius Pilatus und
sein Thron sind eine genaue Kopie des König Salomon wie Poussin ihn der Beschreibung der
Bibel nach gemalt hat. Das Gemälde über dem
Altar stellt Maria Magdalena dar und wurde von Abbé Saunière und Abbé Courtauly gemalt.
Es gab eine inschrift die von einem Vandalen zerstört wurde:
JESU MEDELA VULNERUM SPES UNA POENITENTIUM PER MAGDALENAE LACRYMAS PECCATA NOSTRA
DILUAS
"Jesus erlöse uns von unserer Pein. Einzige Hoffnung für unsere Vergebung. Dank
der Tränen Magdalenas tilgst du unsere Sünden." |
Man kann bemerken, dass diese Inschrift, geschrieben von
einem des Lateins mächtigen Priesters, einige grammatikalische sowie
orthographische Fehler enthält. (poenitentium müsste paenitentium). Man
bekommt das Gefühl es handele sich um eine Wort für Wort Uebersetztung.Korrekter wäre
gewesen :
JESU VULNERUM MEDELA, PAENITENTIUM UNA
SPES MAGDALENAE LACRYMAS PECCATA NOSTRA DILUAS |
 |
Interessante Lichtspiele...
- Am 13. Januar (Tag der Taufe Christi) :der erste
Sonnenstrahl berührt die Füsse des Christus und steigt entlang der Statue.
- Am 17. Januar (Tag des Hl. Anton) : eine Sonnenstrahl berührt die Statue des Hl.
Antons.
- Am 4. April : während einer Woche. Durch das Kirchenfenster der Auferweckung des
Lazarus projeziert die Sonne den Christus auf die Mauer, erscheint auf Maria, bewegt
sich nach unten und verschwindet.
- Am Aschermittwoch : das Kirchenfenster, auf dem der Christus seine Jünger lehrt,
projeziert ein perfektes Dreieck.
- Im Winter, um 12 Uhr (Sonnenzeit): die südlichen Kirchenfenster projezieren einen
Apfelbaum mit 3 blauen Aepfeln.

Kommt zu mir, ihr alle die ihr leidet und
niedergedrückt seid und ich werde euch von der Last befreien.

Der Kreuzweg
|