Die Geschichte
L'abbé
Saunière
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Am 1. Juni 1885 wird der Abbé Bérenger Saunière zum
Pfarrer von Rennes-le-Château ernannt. Er folgt damit Abbé Antoine Croc, der wiederum
Abbé Charles Eugène Mocquin gefolgt war.Er findet eine heruntergekommene Kirche, fast
eine Ruine. 
Das Pfarrhaus
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Die Stadtverwaltung hat das nötige Geld nicht, um die
Kirche zu restaurieren. Das Pfarrhaus ist in einem desolten Zustand, er muss bei
Antoinette Marce wohnen. Die Ausgaben für die nötigsten Instandsetzungen würde 2797 F
in Gold, betragen.
Erlebte ein "mini Exil" wegen eines
anti-republikanischen Vortrages am 4 Oktober 1885, sein Gehalt wird von der Präfektur am
1. April 1886 suspendiert. Er kehrt im Juli 1886 nach Rennes zurück. Dank einer Spende
über 3000 F in Gold der Marquise de Chambord, und einer städtischen Unterstützung von
1400 F in Gold oder 2500 F in Gold, beginnt er mit den Restaurationsarbeiten. Er selber
schiesst 518 F in Gold hinzu. Dieses Geld käme vom Vermächtnis des Abbé Pons.

Die "Restauratoren" waren :
- Marie Dénarnaud
- Der Unternehmer Elie Bot
- Die Maurer Pibouleau und Nazaire Babou.
- Die Chorkinder Rousset und Antoine Verdier.
Während der Arbeiten legen die Arbeiter ein
Versteck im Boden frei. Sie werden aussagen, einen kleinen Kessel mit Goldmünzen gesehen
zu haben...Saunière wird ihnen sagen es seien Medaillons aus Lourdes ohne grossen Wert...
Der Abbé liess auf dem Versteck einen Altar bauen.
Im Jahre 1886 schenkt er Abbé Grassaud, Pfarrer von Amélie les Bains (PO), einen Kelch
aus karminrotem Silber.Er existiert heute noch und wurde auf das 19. Jht datiert. |
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1891 stellt er an das Rathaus die Anfrage,
ob er das Gebiet vor der Kirche nutzen könne um einen Kalvariengang anlegen zu können.Im
Frühling fängt er mit den Arbeiten im Garten, gegenüber der Kirche, an und geht selbst
aufs Land die Steine suchen mit denen er eine Höhle bauen will. Ausserdem erstellt er
eine Inschrift mit "Christus A.O.M.P.S. Defendit".

In diesem Satz wollten viele einen Hinweis auf
die "Prieuré de Sion" sehen :
Christus verteidigt den antiken mystischen
Order der Prieuré de Sion.
CHRISTUS ANTIQUUS ORDO
MYSTICUSQUE PRIORATUS SIONUS DEFENDIT
Dieser theologisch
breühmte Satz bedeutet eigentlich :
Dass Christus sein Volk
vor allem Böse beschütze
CRISTUS AB OMNI MALO POPULUM
SUAM DEFENDIT
Er lässt den westgotischen Pfeiler verkehrtrum aufstellen.
Einweihung der Statue "Notre Dame de Lourdes" (Unsere liebe Frau von Lourdes)
auf dem westgotischen Pfeiler am 21. Juni 1891 während der Kommunion von 24 Dorfkindern.
Er organisiert eine Prozession mit dem diozäsischen Missionar, Vater Ferrafiat, daher der
Name Mission 1891. Er lässt Pénitence ! Pénitence ! (Busse! Busse!)
eingravieren, der Botschaft Lourdes' entsprechend : « Baisez la terre en pénitence
pour les pécheurs » (Küsset den Boden als Busse für die Sündiger)

Zwei verschiedene Tatsachenberichte :
1) Wenige Tage später entdeckt Antoine Captier, der
Glöckner, eine Holzfiole in einer alten Geländersäule. Est sagt dem Abbé Bescheid und
der sagt es seien Reliquien. Die Holzfiole enthielt 3 Pergamente, unterzeichnet von
Blanche de Castille : der Stammbaum Dagoberts II, und zwei verschlüsselte Texte aus den
Evangelien.
2) Saunière findet in dem westgotischen Pfeilers 3
Holzzylinder welche 4 Pergamente enthielten:
- den Teil des Johannesevangelium wo Lazarus den Christus in
Bethanien empfängt.
- Martha und Maria aus Magdala
- Zusammenschnitt der Verse von Lukas (VI,1-5), Matthäus
(XII, 1-8) und Markus (II, 23-28).
- Stammbaum Dagoberts II, welcher seine unbekannte Herkunft
erklärt.
In beiden Fällen soll Saunière eine Kopie für den
Bürgermeister gemacht haben.
Am folgenden Tag befiehlt er 2 Arbeitern die Platte vor dem
Altar in der Kirche aufzuheben. Es handelte sich um die
"Grabplatte der Ritter". Die Platte lag mit dem "Gesicht" nach
unten und enthält die Darstellung von 2 Reitern, welche auf einem Pferd reiten. Die
Arbeiter sahen, dass es eine Grabstätte war. Der Abbé schickte die Arbeiter bis auf
weiteres nach Hause. Er erzählt seine Vorgesetzten von dieser Entdeckung und trifft
dadurch den Abbé Boudet und den Abbé Gélis. Saunière arbeitet bis spät nachts
in der Kirche und lässt niemanden herein. Man weiss nicht genau was er gemacht hat;
einige sagen er habe eine Krypta gefunden...., dass Marie Dénarnaud sein Geheimnis
entdeckt habe... Jedenfalls hat er einige Tage später das Grabmal mit einer Platte
versiegelt.
In seinem Tagebuch, Eintrag vom 21/09/1891 :"Brief
von Granès, Grab entdeckt, am Abend Regen." Er stoppt die Arbeiten bis zum 14
Oktober 1891. Die Maurer installierten gerade die Kanzel.
Am 29/09/1891 schreibt er in sein Tagebuch, dass er mit dem Pfarrer von Névian, dem Abbé
Gélis, dem Abbé Carrière und dem Abbé Cros zusammengetroffen war.
In seinem Korrepondenzbüchlein kann man feststellen, dass er viele Briefe vom Abbé
Gélis bekommen hat, jedoch existiert keiner mehr...
Am 04/10/1891schreibt er von Besuch von 4 "confrères" (Kollegen, Fachgenossen).
Der Bischof von Carcassonne, Monseigneur Félix
Billard bietet ihm eine 5-tägige Reise nach Paris an, um seine Pergamente von
Experten entschlüsseln zu lassen. Er begegnet dem Abbé Bieil, Vorsteher von St Sulpice.
In Paris wohnt er bei einem Neffen von Abbé Bieil und begegnet dort Emile
Hoffet, 20 Jahre alt, der ihm die Türen zu den künstlerischen und literarischen Milieus
öffnet (er macht die Bekanntschaft mit der Sängerin Emma Calvé). Nachdem Experten die
Pergamente übersetzt haben, gibt der Abbé Bieil (oder der Abbé Hoffet) Saunière
den Stammbaum nicht zurück. Er bringt 3 Kopien von Gemälden mit nach Rennes:Il ramènera
3 reproductions de peintures : Die Versuchung des Hl. Antons von David Teniers, Die
arkadischen Schäfer von Nicolas Poussin, ein Porträt des Papstes Celestin V.
Wieder zurück in Rennes, gehen die Arbeiter wieder weiter.
Er umgibt sich mit der Famile von Marie Dénarnaud die er in seinem Pfarrhaus unterbringt.
Der Vater und der Bruder von Marie arbeiten in einer Fabrik in Espéraza als Hutmacher,
der Vater von 1894 bis 1907 und der Bruder von 1895 bis 1909.
Er profitiert davon um während der Nacht den ganzen Plattenbelag aufzuheben. Er lässt
draussen eine Einganspforte zum Friedhof bauen mit als Spitze einen Schädel mit 22
Zähnen, und ein kleines Gebäude über der Zisterne und neben dem Friedhof. Dort wird er
einige Zeit wohnen und des nachts auf dem Friedhof Ausgrabungen vorzunehmen. Er lässt
sich mit Marie vom Bürgermeister beim Oeffnen eines Grabes überraschen. Anscheinend habe
er die Erde gesiebt...


Er soll die Inschriften des Grabes der Marquise d'Hautpoul
vernichtet haben. Weil ihm eine Anzeige bei der Präfektur droht, stellt er seine
Grabungen ein.
Die Statuen werden Anfang 1897 aufgestellt. Am 6. Juni 1897
wird die Kirche offiziel "eingeweiht", in der Gegenwart von Monseigneur Billard.
Von 1897 bis 1899 reist er oft und regelmässig, wohin ist
nicht bekannt, aber auch oft in die Umgegend von Rennes. Einige Dörfler, neugierig
gewurden durch seine ländlichen Spaziergänge, sind dem Abbé heimlich gefolgt. Er ging
nach Rennes-les-Bains, durchquerte den Wald des "toten Mannes", überquerte ein
Bächlein (La Blanque) und stieg den Hang des Serbaïrou auf bis zum "Stein des
Brots" (wo der Teufel den Abdruck seiner 5 Finger gelassen hat). Ein paar Monate
später soll er einen Besuch von Jean-Stéphane de Habsbourg, den die Dörfler
"Monsieur Guillaume" (Herrn Wilhelm) genannt haben, bekommen haben. Er
soll Saunière 3000 damalige Francs angeboten haben um wertvolle, geheime Dokumente die in
der Kirche versteckt seien, zu bekommen....Er kam während 6 jahren nach Rennes und
finanzierte die Suche des Abbé mit insgesamt 20 000 F (also aktuelle 250 000 F, ca.75.000
DM ).
Im Jahre
1900 beginnt der Bau des Anwesens.
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